O meni
Wehren Ringen
Ächzen Schluchzen
Stürzen
Du!
Grellen Gehren
Winden Klammern
Hitzen Schwächen
Ich und Du!
Lösen Gleiten
Stöhnen Wellen
Schwinden Finden
Ich
Dich
Du!
August Stramm
Ein persönliches Wort
In den letzten Wochen habe ich vieles gelesen – schöne Zeilen, aber leider auch viel Oberflächliches, Respektloses und Enttäuschendes.
Deshalb habe ich für mich eine Grenze gezogen:
Seit November 2022 beantworte ich private Nachrichten nur noch von Menschen auf meiner Freundesliste.
Aber: Ihr dürft gerne meine Beiträge kommentieren – vielleicht ergibt sich daraus ein echtes Gespräch.
Ich freue mich über ehrliche, fantasievolle Nachrichten.
Worte, die etwas von euch zeigen. Gedanken, Wünsche, Träume – nicht perfekt, aber echt.
Bitte mehr als ein halber Satz. Bitte keine Prahlereien.
Mich berührt nicht, was jemand hat – sondern wie jemand denkt, fühlt und träumt.
Was genau macht euch eigentlich so stolz auf euren Schwanz, dass ihr meint, ihn überall zeigen zu müssen? Glaubt ihr wirklich, Frauen liegen euch deshalb zu Füßen?
Ein kleines Geheimnis:
Es gibt weltweit rund 3,3 Milliarden Männer über 17 Jahre – fast alle haben einen Penis. Viele davon sind durchaus liebenswert, auch wenn sie ihn lieber für sich behalten.
If you can’t touch my mind, you’ll never touch my body.
Ein paar Fakten, weil sie immer wieder gefragt werden:
Ich bin 42, lebe in NRW (in GB), bin verheiratet, habe Kinder.
Ich nutze beruflich und privat WhatsApp, Teams, Skype, Telegram und Signal – ich werde aber nicht über diese Kanäle kommunizieren.
Wer gleich zu Beginn danach fragt, zeigt mir, dass wir auf sehr unterschiedlichen Wegen unterwegs sind.
Ich war lange nicht aktiv, erst eine Corona-Erkrankung hat mir Zeit geschenkt – und den Raum, wieder zu schreiben.
Das Schreiben hier ist für mich ein Ort der Entfaltung, der Lust, der Neugier. Ich glaube an die Kraft der Sprache. An das, was zwischen den Zeilen lebt.
Und ja – ich weiß, dass man auch im echten Leben nur mit wenigen Menschen wirklich ins Gespräch kommt.
Aber manchmal reicht ein einziger Satz – wenn er ehrlich ist.
Ich möchte niemanden verletzen, niemanden abweisen, der aufrichtig ist.
Aber ich wünsche mir Ruhe vor denen, die zu laut, zu fordernd, zu achtlos sind.
Die Leisen, die Unsicheren, die Fantasievollen – ihr seid mir die Liebsten.
Auch wenn ich euch vielleicht nicht sofort höre – manchmal reicht ein Kommentar. Vielleicht finde ich euch.
Noch ein Gedanke:
Ich erwarte kein literarisches Meisterwerk, aber ein wenig Fantasie und Respekt.
Der Akt zwischen Mann und Frau verdient mehr als ein „Willste ficken?“ – und jeder, der wirklich neugierig ist, weiß das auch.
Maria
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